805 wird das Dorf erstmals im Hersfelder Güterverzeichnis mit „drei Hufen mit Slaven zu Rundunesdorf“ erwähnt. Noch vor 900 schenkte die Äbtissin Rihmundes des Klosters Hersfeld ihren Besitz in „Rudechesdorf“ dem Kloster zu Fluda. 1063 taucht „Rudardesdorp“ in einem erzbischöflichen Schreiben auf. 1497 lebten in Rudersdorf 161 Einwohner in 66 Haushalten, darunter 12 Knechte und Mägde. Nach der Doppelschlacht bei Jena und Auerstedt am 14. Oktober 1806 zogen die Regimenter Napoleons durch Rudersdorf und requirierten unterwegs sämtliche Lebensmittel und Haustiere. Mehrfach suchten Naturkatastrophen den Ort heim. Im Mai 1832 brannte fast das ganze Dorf ab. Am 26. Juli des Jahres darauf fielen 24 Gehöfte den Flammen erneut zum Opfer. Ein drittes Mal in nur vier Jahren tobte die Feuersbrunst in Rudersdorf. 1954 wurde das Schulgebäude erneuert. Aus dem ehemaligen Pferdestall wird von den Dorfbewohnern ein Landwarenhaus geschaffen, gleichzeitig entstehen Kindereinrichtungen, Arzt- und Schwesternstation. 1983 wurde die Pflasterung der Hauptstraße abgeschlossen. Am 13. Juli 1985 fand aus Anlass der 1180-Jahr-Feier ein Festumzug statt.