Kleinbremach ist der westlich gelegenste Ort der Landgemeinde. Von hier aus startet der Radweg entlang der Weinberge in Richtung Großbrembach. Weinreben findet man hier allerdings vergebens. Immer wieder mussten Winzer Missernten verzeichnen und so genoss der Getreide- und Zuckerrübenanbau mehr und mehr Zuspruch. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts besiegelte ein Reblausbefall den Wandel. Steppenwiesen mit vereinzelten Bäumen und Sträuchern prägen heutzutage die Weinberge. Die auf der rechten Seite des Radweges liegenden Weiden und Bäume wirken im Gegensatz zu den Steppenwiesen saftig grün.

Doch nicht nur die Umgebung, sondern auch das Dorf selbst bietet Anziehungspunkte. Das ehemalige Pfarrhaus wurde in den letzten 10 Jahren dank Fördermittel vor dem Verfall gerettet, saniert und zu einem Wohlklanghaus umgestaltet. In dem blauen Gebäude, gleich neben der Kirche, ist der Grundgedanke des Hörens und Sensibilisierens aufgegriffen und mit verschiedenen Akustikmethoden umgesetzt. Grundstein für die Idee legte die Kirchenorgel. Die Ausstellung ist nicht nur durch die Akustik, sondern auch die zahlreichen alten Ausstellungsstücke so besonders. Einige Generation dürften Kindheitserinnerungen verspüren und andere eine komplett neue Welt entdecken.